Title - Das Accrington Pals Bataillon, 11. (Dienst) Bataillon (Accrington) East Lancashire Regiment
 
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Angriff auf Serre
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Capt. John Harwood
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In den Gräben
Der Angriff auf Serre
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Brig.-Gen. Rees
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Kriegstagebuch des City Battalion
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IR169
Kriegstagebuch des IR169
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Diese Seite ist zur Erinnerung an das 11. (Dienst) Bataillon (Accrington) East Lancashire Regiment, besser bekannt als das "Accrington Pals"-Bataillon, gewidmet.

Accrington Pals, 30k

"Accrington Pals" in der Nähe der Hyndburn Park Schule aus dem Jahr 1914. Aufnahme freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Robert und Tony Robinson.

Einführung

Das "Accrington Pals"-Bataillon ist wahrscheinlich das berühmteste der "Pals"-Bataillone, die in den frühen Monaten des ersten Weltkrieges als Antwort auf Kitcheners Anruf zur Bildung einer Freiwilligenarmee aufgestellt wurden. Es wurde von Männern aus allen Schichten und Berufen aus Accrington und seiner Umgebung gebildet. Gruppen von Freunden - "Pals" - meldeten sich in Erwartung eines großen Abenteuers zusammen. In seinem ersten größeren Kampf erlitt das Bataillon verheerende Verluste beim Angriff auf Serre am 1. Juli 1916, dem ersten Tag der Schlacht an der Somme. Die Verluste waren schwer in einer Gemeinschaft zu ertragen, wo jeder einen nahen Verwandte oder Freund hatte, der getötet oder verletzt wurde. Obwohl das Bataillon wieder kämpfte, war der "Pals"-Konzept für immer verloren.

Der Aufbau

Einen Monat nach Ausbruch des Kriegs berichtete die "Accrington Observer & Times" am 8. September 1914, daß ein Angebot des Bürgermeisters von Accrington Captain John Harwood, ein Bataillon aufzustellen, vom Kriegsbüro akzeptiert worden war. Als die Rekrutierung am 14. September begann, wurden 104 Männer während der ersten drei Stunden eingezogen. Brüder, Freunde und Arbeitskameraden meldeten sich zusammen. Am 24. September hatte das Accrington Bataillon eine volle Stärke von 36 Offizieren und 1,076 Männern erreicht. Etwa die Hälfte des Bataillons wurde aus Accrington und Umgebung rekrutiert; der Rest wurde in den Nachbarstädten Burnley, Chorley und Blackburn aufgestellt.

Adieu, 7k In den ersten Monaten des Bataillons trainierten die Männer in der Nähe ihrer Heimatstädte. Im Februar 1915 wurde dem Bataillon ein ausgezeichneter Abschied gegeben, da es Accrington für die Ausbildung in Caernarvon verließ, wo Lt-Col. A. W. Rickman den Befehl übernahm.

Vor seiner ersten überseeischen Versetzung zum Sueskanal im Dezember 1915 wurde das Bataillon innerhalb Großbritanniens verlegt, zu dieser Zeit wurden auch die 12., 13. und 14. Bataillone vom York und Lancaster Regiment zusammenfügte, um die 94. Brigade zu bilden. Im März 1916 kam das Bataillon in Frankreich an, um am gemeinsamen britischen und französischen Angriff an der Somme teilzunehmen.

Der Angriff auf Serre

Im Januar 1916 trafen die Befehlshaber der französischen und britischen Armeen, Joffre und Haig, die Entscheidung, eine gemeinsame Offensive an der Westfront im kommenden Sommer durchzuführen. Obwohl Haig sich für einen Angriff in Flandern ausgesprochen hatte, wurde die Entscheidung getroffen, in der Nähe des Sommeflusses anzugreifen, wo sich die beiden Armeen berührten. Die Wahl könnte kaum schlechter gewesen sein; hier hatte der kalkhaltige Boden den Deutschen erlaubt, tiefe Unterstände, im wesentlichen unzerstörbar durch Artillerie zu bauen. Nördlich der Somme lagen die deutschen Gräben auf höherem Gelände. Die Gräben wurden von dichtem Stacheldrahtverhau geschützt und durch stark ausgebaute Dörfer und Bollwerke verbunden.

Während der folgenden Monate erzwang deutscher Druck im Süden gegen die französische Stadt Verdun eine Änderung in den Pläne für die Offensive. Der Großteil des Angriffs sollte jetzt von der britischen Armee auf einer Front von 24 Kilometern gemacht werden. Die Front erstreckte sich südwärts von Serre bis Fricourt, dann östlich bis Maricourt auf dem nördlichen Ufer der Somme.

Die 94. Brigade, jetzt ein Teil der 31. Division, wurde die Aufgabe gegeben, Serre zu erobern, am äußersten Norden der Front. Da kein Angriff direkt nördlich der Brigade erfolgte, bedeutete daß es den deutschen Verteidigerdort möglich war, ihr Feuer auf die 12. York und Lancaster ("Sheffield City"-Bataillon) auf der linken Flanke des Angriffs zu lenken. Das 11. East Lancashire war direkt rechts des Sheffield Bataillons. Die führenden Bataillone wurden vom 13. und 14. York und Lancaster (1. und 2. "Barnsley Pals") unterstützt. Gegen sie wurde Serre vom 8. Badischen Infanterie-Regiment Nr. 169 verteidigt.

Am Samstag, dem 24. Juni öffnete die britische Artillerie ein Trommelfeuer, das bis zum Morgen des Angriffs weiterging. Die Absicht war, daß das Artilleriefeuer die deutschen Stellungen völlig zerstören würde. In Wirklichkeit vermochten die Artilleriegranaten nicht, viele der Unterstände zu durchdringen. Ein Großteil des Stacheldrahtes blieb intakt.

Um 7 Uhr 20 am Samstag, dem 1. Juli zog die erste Welle der Bataillone gegenüber Serre in das Niemansland in Bereitschaft zum Angriff. Die deutschen Verteidiger, die von den Alarmposten gewarnt wurden, kamen schnell aus ihren Unterständen heraus, und setzten Maschinengewehre, Gewehre und Granaten ein, um die angreifenden Truppen zu bekämpfen. Um 7 Uhr 30 wurde das Artilleriefeuer von der deutschen Frontlinie weiter nach hinten verlegt. Die vier Wellen der führenden Bataillone erhoben sich und gingen in Richtung der deutschen Stellungen vor. Maschinengewehr-, und Infanteriefeuer rissen sofort Lücken in die vorrückenden Linien der Infanterie. Ein britischer Beobachter verglich die Reihen von Toten mit "Getreide zu Erntzeit". Obwohl alles so völlig gegen sie sprach, drängten Gruppen der "Accrington Pals" auf beiden Flanken der Bataillonsfront in die deutsche Gräben. Einige Männer auf der rechten Flanke des "Sheffield City"-Bataillons kämpften sich auch in die deutsche Frontlinie. Einige der "Pals", deren Offiziere gefallen oder verwundet worden waren, drängten vorwärts in Richtung Serre; diese Männer wurden nie wieder gesehen. Den restlichen Überlebenden fehlten die Verstärkungen, um die eroberten Stellungen zu halten. Sie wurden erzwungen, die Rückweg durch das Niemansland anzutreten. Die unterstützenden Bataillone der "Barnsley Pals" hatten sogar noch weniger Glück und wurden vor dem Erreichen des deutschen Stacheldrahtes aufgerieben. Bis Mittag war die Schlacht um Serre zuende.

Die "History of the East Lancashire Regiment in the Great War" berichtet, daß von den 720 Männern, die am Angriff teilnahmen, 584 gefallen, verwundet oder vermißt waren.

Am ersten Tag der Schlacht an der Somme wurden deutsche Stellungen nur in der Nähe des Flusses erobert und gehalten, wo das Terrain für die Verteidiger weniger vorteilhaft war. Die Britischen Opfer an diesem einen Tag zählten ingesamt 60,000.

Die Nachwirkungen

Die Auswirkung der Katastrophe auf die Stadt wird in der "Accrington Observer & Times" vom Juli und August 1916 eindeutig gesehen. Die Anfangsberichte über Erfolge an der Somme, die einen irrtümlichen Bericht über die Eroberung von Serre umfaßte, wurden bald durch unzählige Aufstellungen der getöteten, verletzten und fehlenden Männer ersetzt. Wenn überhaupt, waren nur wenige der Einwohner der Stadt durch die Tragödie unberührt.

Die Schlacht an der Somme während der folgenden Monate weiter, bis der Winter dem Kampf ein Ende bereitete. Während die Schlacht wurde Serre nie erobert. Obwohl nur einige Kilometer Boden Hunderttausender von Opfern gewonnen wurden, behaupten einige, daß die Schlacht die deutsche Armee dermaßen brach, daß eine endgültige Niederlage unvermeidlich war.

Obwohl das 11. East Lancashire wieder, mit Auszeichnung, vornehmlich bei Oppy-Gavrelle im Juni 1917, bei Ayette im März 1918 und an der Lys im April 1918 kämpfte, als "Pals"-Bataillon wurde es beim Angriff auf Serre am 1. Juli 1916 zerstört.

Serre Heute

Mehr als 80 Jahre später beschwört noch der Boden, über den die Bataillone von Accrington und Sheffield auf 1. Juli angriffen, starke Emotionen bei jedem Besucher. Einen Kilometer westlich von Serre führt ein gut beschilderter Pfad von der Straße zum Sheffield Memorial Park. Beim durchqueren der Pforte zum Park ist der Umriß des Grabens, aus dem die "Accrington Pals" angriffen, sofort klar erkennbar. Einige Meter entfernt steht das vor kurzem errichtete Denkmal für das Bataillon, das aus Accringtoner Ziegeln errichtet wurde. Viele der "Pals", die beim Angriff getötet wurden, liegen in Queens Cemetery, hundert Meter richtung Osten im Niemansland zwischen den britischen und deutschen Frontlinien. Wenn die Felder abgeerntet sind, wird der Verlauf der deutschen Frontlinie durch verstreute Bruchstücke von Kreide und Flintstein markiert. Der Besucher kann entlang des Pfades weiter gehen, der an Luke Copse Cemetery entlangführt und den Boden überquert, auf dem das "Sheffield City"-Batallion angriff.

Bibliographie

"The First Day on the Somme" von Martin Middlebrook, 1994 bei Penguin Books Ltd erschienen, ISBN 0140171347. Eine ausgezeichnete Geschichte, die weitreichende Verwendung von den Erinnerungen der Veteranen macht. Nach seiner ersten Veröffentlichung in 1971 war dieses Buch in den letzten Jahren wahrscheinlich für das Wachstum in Interesse an der Westfront zum größten Teil verantwortlich.

"The Somme" von Lyn Macdonald, 1993 bei Penguin Books Ltd erschienen, ISBN 0140178678. Eine sehr lesbare Geschichte, die die ganze Schlacht an der Somme behandelt. Hoch empfohlen.

"Accrington's Pals: The Full Story" von Andrew Jackson, bei Pen & Sword Military erschienen, ISBN 9781848844698. Die neue Geschichte des Accrington Pals Bataillons und der Accrington & Burnley Howitzer Brigade.

"Accrington Pals" von William Turner, bei Pen & Sword Books erschienen, ISBN 0850523605. Eine frühere Geschichte des Accrington Pals Bataillons.

"Serre" von Jack Horsfall und Nigel Cave, 1996 bei Pen & Sword Books erschienen, ISBN 085052508X. Die Geschichte von allen den Schlachten für Serre im ersten Weltkrieg. Enthält Autotouren und Wanderungen von den Serre Schlachtfeldern.

"Battlefront: 1st July 1916. The First Day of the Somme", 1996 bei The National Archives erschienen, ISBN 1873162340. Eine faszinierende Sammlung von Dokumenten und Karten, die in den National Archives gehalten werden, wovon alle sich auf das "Accrington Pals" Bataillon beziehen.

"A Covenant with Death" von John Harris, 1961 bei Hutchinson & Co. Ltd. erschienen. Obwohl eine fiktionale Vertretung, dieses Buch konnte gerade so leicht tatsächlich sein. Es erzählt die Geschichte von einem Rekruten in das "Sheffield City" Bataillon und erreicht einen Höhepunkt mit dem Angriff auf Serre.

Andere Seiten

On-line Kopie des Buchs "In Memory of our Baxenden Lads" von William Turner. Es enthält kurze Biographien von drei "Accrington Pals": L/Cpl. Percy Bury, Pte. Ernest Kenyon und Sgt. Walter Counsell Todd.

Trenches on the Web enthält einen Reichtum der Information über den ersten Weltkrieg.

The Western Front Association hat die Ziele, das Gedächtnis, den Mut und die Kameradschaft von jenen von allen Seiten aufrechtzuerhalten, die ihrem Land in Frankreich und Flandern während 1914-1918 dienten.

 

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© Andrew C Jackson 1997-2001
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Mit bestem Dank an Heiko Schittler für die Hilfe bei der Übersetzung